Djane Simone

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Djane Simone, The German Dj Queen. Seit mehr als 2 Dekaden beschallt Sie die Clubs im Rhein Neckar Raum und weit darüber hinaus. Eine Powerlady, die anscheinend niemals zur Ruhe kommt und zwischen der ganzen Arbeit noch Zeit für ein Interview hatte. Aber lest selbst…

Wir würden gerne wissen, wie alles anfing?
Seit wann bist du DJ und wie bist Du in diese Szene gekommen?

Hab als Kind schon angefangen mehrere Instrumente zu spielen (Orgel,Saxofon,Schlagzeug) und als meine Band 1992 nach deren ABI zerbrach (ich war deren „Drummer“) musste ne Alternative her. Platten hatte ich schon davor regelmässig gekauft und auch mal mit Tapes Lieder gemixt. Als ich mir 1992 dann nen 2.Plattenspieler + Mischpult gekauft hatte, war der Grundstein gelegt und als Schlagzeuger hatte ich die Grundvoraussetzung „Rhythmusgefühl“. Mit DrumnBass/Oldskool hab ich aber erst später durchgestartet. Wobei ich 1992-94 ins Milk, Subway und Ohm Mannheim und XS nach Frankfurt gefahren bin und jeden Tune der DJs der mir gefallen hatte kaufte! 1994 hatte ich beim DJ-Contest auf dem Heidelberger Herbst teilgenommen, aber mit House und wurde vom damaligen Betreiber des Vibration-Club Forst entdeckt und als Resident-DJ engagiert. Ich hab dann bei deren Houseevents aufgelegt, war aber auf jeder Jungleparty Gast und mein Herz schlug schon immer im Jungle-Takt….na jedenfalls war ich in den 90ern musikalisch 2-gespalten. Erst als meine Freundin Yvonne und ihr Freund Sven Hartmüller (damals DJ Loo-P) die ersten Parties im ehemaligen Milk starteten 1998 kramte ich meine alten Happy Breakbeat Platten aus und wurde von Party zu Party mit dem Sound beliebter…

Wie sieht das Leben einer Djane aus?
Montag-Freitag sitz ich ganz normal im Büro und verdiene mein Geld im normalen Job und Freitag/Samstag leg ich immernoch sehr oft auf – allerdings hauptsächlich House + mixed Music, zu selten Oldskool ;-)

Wenn man Deinen Namen liest, verbindet man Diesen eher mit dem Sound aus früheren Tagen. Kannst Du dich mit dem heutigen Sound nicht identifizieren?
Wie gesagt, ich spiele nicht nur Oldskool. In den 90ern hatte ich auch viel mehr meinen Namen im House/Happy House Bereich. 3 Jahre Resident im Houseroom des Palazzo Bingen haben mich geprägt und ich hab schon immer oft in der Gayszene gespielt (Himbeerparty Mannheim die ersten 5 Jahre) – DrumnBass wie es heute läuft gefällt mir immernoch sehr gut, aber da gibt es genügend junge DJs die super auflegen… ;-)

Wie sind Deine Pläne für die Zukunft?
Ich konzentriere mich mittlerweile stark auf Firmenevents und meinen Resident-Club in Karlsruhe, da auch hier in der Region die Parties immer weniger werden und viele Clubs sterben – leider :-( Freue mich aber immer, wenn ein Veranstalter mich für Oldskool haben möchte! Am 9.6.bin ich bei der 20 Jahre Royal Rumble in der Halle02 Heidelberg dabei

Produzierst du?
Nicht mehr. Es gibt 1 Oldskool-Track, den ich vor ca.15 Jahren mit Polarity zusammen produziert hab – leider wohnt er mittlerweile in Berlin und hab auch keinen Kontakt mehr, aber die Platte spiel ich immer noch ab und an.

Deine 5 wegweisenden Tunes
Alles von Prodigy :-) ansonsten so Titel wie Let me be your fantasy, Ravin I´m ravin, 4a.m. und Hold your hands to heaven

Was wolltest Du eigentlich werden, als Du noch Kind warst?
Musiklehrerin – zum Glück hab ich doch nicht Musik studiert sondern direkt in die DJ-Szene reingeschlüppt….

Mit welchem Medium spielst du heutzutage? Bist Du ebenfalls im digitalen Zeitalter angekommen und kehrst dem „schwarzen Gold“ den Rücken?
bei Oldskool zu 80% immernoch die alten Schallplatten!!! Ist einfach cooler und ich kann mir die Titel nicht merken. Aber bei mixed music mittlerweile Serato über Timecode-Platten oder Timecode-Cds – man hat mehr Auswahl und die schweren Plattenkoffer belasten meinen Rücken nicht mehr ;-)

Welche Musik bevorzugst Du privat?
Ist unterschiedlich, aber ich mag schon gern altes Zeug, aber mehr so die 70er Originale – Retro durch und durch :-)

Was was Dein schönster Auftritt?
Nature One – ist jedes Jahr ein Erlebnis. Aber auch jeder Oldskool-Auftritt ist super – die Crowd feiert einfach besser – die Leute kommen wegen der Musik und die hört man ja sonst nirgends!

Was war Dein schlimmstes Erlebnis?
Als ich für ein House-Set gebucht wurde und alle nur Ballermann-Scheiss hören wollten – bäääähhhh – so Fehldinger hatte ich noch nicht oft, aber seitdem bin ich voll informiert, was auf Mallorca läuft und weiß wie man Musik von Handys abspielen kann *haha*

Was war Deine erste Platte die Du gekauft hast?
Vader Abraham – Das Lied der Schlümpfe – hab die Single (7inch) von meim Taschengeld bezahlt – aber im Beisein meiner Eltern ;-)
Auf youtube gibts das Lied auch :

Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Auch mit 80 noch fit und gut drauf zu sein und meine Oldskool-Platten dann den Kids zu präsentieren die das wahrscheinlich ultra-retro finden – aber solang ich gesund bin, mag ich auch Musik machen :-)

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg Simone :-)

Infos:
http://www.djanesimone.de/

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