Release Reviews (Juni 2018)

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Wie heisst die Hauptstadt von Absurdistan? Antworten bitte an mail@baesse.de. Es winkt ein kleiner Preis!
Checkt die aktuellen Release Reviews für den Monat Juni. Es warten Signal, Klax, Dub Elements und jede Menge mehr auf Euch!


Abstrakt Vision – „Colossus“ (BHP044)
Abstrakt Vision veröffentlicht „Colossus“ auf Blackhill Productions (ein saftiger Halfstep-Mutant der es in Sich hat) und zeigt das kleine Labels manchmal gar nicht so klein sind und was in relativ unbekannten Artists stecken kann. Der ganze Song ist top funktional und kommt ganz ohne Blödsinn aus. Die Delay-Stabs sind einfach so gut. Geheimtip.

8 von 10

Klax – „The Lucid EP“ (CRIT112)
Die neueste Critical kommt von Klax. Und mit diesem Release treffen sie mich ins Herz. Und wahrscheinlich auch jeden anderen lol. Die „Lucid“ Hook und der damit verbundene Soundkomplex ist absolute Sahne. Die Kombination aus Filth, Kaputtheit und Catchiness is Weltklasse. „Become“ mit Charli Brix hätte auch locker auf 1985 Music kommen können und ist ultra soulig. Brilliant, funky, sexy, cool. „Boogieboard“ ist Blej 2.0 und megagestört. Unfassbar gemacht :-D „Phased Out“ ist mehr als solide, geht aber im Vergleich mit den anderen etwas in Deckung. Und die Collab mit Kyrist ist maximal verschoben und dabei so derbe cool, dass deine Mutter den in der Karre auf dem Weg in den Urlaub pumpt. Wie heisst die Hauptstadt von Absurdistan?

9 von 10

Circuits – „Coming Through EP“ (CIRC001)
Kasra und Enei sind Circuits. Ziemlich arge Kombo und die Tracks sind rundum top of the line. Da steckt ne Menge Wissen, Erfahrung und Analoge Technik drin. Alles klingt mächtig erwachsen. Kurzum, für mich ist diese EP etwas ganz besonderes. Solche Releases sind selten geworden: zeitgemäss und doch mit dem Potenzial längerfristig relevant zu bleiben. Die einzelnen Tracks anzusprechen macht wenig Sinn, weil einfach jedes Stück in sich stimmt. Ich finds gut :-)

8 von 10

Critical Impact Impact+Break+Skibadee-„Creeper/Death Wish“ (RUN001)
Was für ein Release! Bombe des Monats. Critical Impact und Break machen ALLES richtig und hauen zwei ganz fiese Tiefschläge auf RUN raus. „Creeper“ ist so heftig gut gemacht. Paar Vocal Stabs zum warmwerden, antäuschen, und dann ohne grosse Umschweife in die Magengrube. Pervers gut. „Death Wish“ kommt mit einem echt guten Vocal-Intro daher, flipped dann aber in einen Psycho-Drop, der gut und gerne in Klingenmünster zur Anstaltshymne werden könnte. I like! Und endlich mal wieder Tracks mit Skibadee die zeigen, dass er tatsächlich recorden kann. Der Mann hats drauf, aber der Grossteil seiner Releases war halt leider einfach nix. Fantastische Sache das.

8.5 von 10


Razlom -„EP“ (MLDNB010)
Razlom are back again. Und ich muss einfach wieder was schreiben. Das Gitarrenlick von „Deface“ ist einfach top. Der ganze Tune ist stimmig und total gelungen. Der Mainpart flowed grandios. Ein Fest. „Ktotut“ ist mir etwas zu dünn und kackt da etwas dagegen ab. Das holt aber das grandiose „Paranoia“ wieder rein. Was für ein derangiertes Etwas :-D Der Lead ist so debil! „Misplace“ und der InsideInfo Remix gehen wiederum nicht wirklich an mich. Durchwachsener Release insgesamt. Ach scheiss drauf ich hör mir jetzt nochmal „Deface“ an :-D

7 von 10

Holotrope -„Fight/Izotope“ (HBM008)
Der erste Release von Holotrope überhaupt. Und „Fight“ steckt dir direkt einen mächtigen Hammer ins Gesicht. Keine Gnade. Ordentliche Edits und Varios. Das passt alles. Feierei! „Izotope“ aber ist genau mein Ding. Ein spaciges Intro mit solider Transition schraubt sich in eine absurde Drop-Mutation. Das ist ja nicht mehr normal. Der Switch zum echt gekonnten Geklapper rundet das dann superb ab. Und einen der zweite Drop dann in halftime. Meinen Respekt. Echt gelungen das alles.

8.5 von 10

Agressor Bunx -„Massacre EP“ (EATBRAIN057)
Bunx are back again. Und vorweg, ich bin seit jeher ein Riesenfan. Von daher bin ich vielleicht etwas voreingenommen. Im positiven Sinne. Jedenfalls machen die Jungs hier inhaltlich nix anders als sonst. Die Tracks sind nach wie vor Güteklasse A. Was aber auffällt: alles ist etwas weniger an den Rand des Wahnsinns gelimited. Find ich gut. Besonders hervorheben möchte ich den Titeltrack „Massacre“, weil mächtigst verspult (wait for it) und „Metal“ mit Kryptomedic, weil der einfach sowas von on point ist. Those Leads tho. Ebenfalls ein Anspieltip: „Obsession“. Guter Stoff!

8 von 10

Curent Value-„Cold Snap/Kaleidoscope“ (C4CDIGUK052)
Die Nummer 52 aus dem Hause Cause 4 Concern kommt von Current Value. Und, hallo, mir gefällt das. Normalerweise bin ich kein all zu grosser Freund der Fliessband Produktion aus Berlin, aber „Cold Snap“ in seiner völligen Verpitchtheit ist schon ein „Hingucker“ und sehr Gugu. „Kaleidoscope“ ist für mich aber das Highlight. Das ordentliche Intro mündet in einen grandiosen Drop mit top Bassline-Wahnsinn inklusive. Das ganze Ding ist praktisch ein vierfach gestackter Bass-Viertelpfünder mit allen Schikanen. Und Käse. Mächtig viel Substanz. Danach biste definitiv voll.

8 von 10

Signal-„Doom Desire EP“ (SHA136)
Signal hats drauf und das ist ja auch nix Neues. Jetzt auch auf Shogun Audio. Glückwunsch. Die vier Tracks gehen von hart bis zart. „How Will I Know“ ist ordentlicher Liquid mit ansprechendem Vocal und „Lost Victory“ ein Roller der mit gut verschachtelten Reeces besticht. Schonmal geiles Zeug. „Doom Desire“ ist ein riesengrosser Big Room-Flex, der nicht nur in A-Liga DJ Sets hoch und runterlaufen wird, sondern auch auf sämtlichen Festivals gedropped werden wird. Ein einzigartiges Ding. Mein Highlight aber ist „Misery“. Und das trotz der Weirdo-Bässe auf den Seiten. Die Struktur dieses Songs ist großartig. Der Lead der Abschuss. Bemerkenswerter Tüp mit bemerkenswerten Tracks.

8 von 10

Dub Elements-„360 EP“ (DEM003)
Die Spanier Dub Elements erscheinen erneut mit einer mehr als soliden EP auf der Bildfläche. Und ich finde den Titel sehr passend gewählt, weil sie eindrucksvoll zeigen, dass sie mehr können als nur in eine Richtung zu gehen. „Come Roll With Me“ ist genau das was ich hören will. Sie schaffen es hier auf wunderbare Art traditionelle Elemente mit höchst modernem Soundgewand zu verbinden. Mitten rein ins Gesicht mit der prächtigen Bassline. „Gunshot“ hat etwas mehr Humor. Ziemlich an der Grenze das Ganze. Für die Neuropuristen sicher nichts, aber der gemeine DNB Liebhaber mit Hang zum Wahnsinnigen dürfte hier ohne Weiteres bedient werden. Schonmal was von Neurowank gehört? „Tonight“ ist wesentlich entspannter, das Intro ist fast soulig, flashed dann aber doch recht zügig in Richtung Mainpart. Die Idee ist durch und durch England, gut gemacht und ohne Ballast. Fast überraschend der Track. Simpel und effektiv, abseits von dem was man von den Dub Elments kennt. Der Titeltrack des Ganzen („360“) lässt mich etwas ratlos zurück. Definitiv gut gemacht, aber irgendwas fehlt mir. Die Leadsounds sind schon ok und auch die Bassline ist definitiv nicht schlecht, aber irgendwas sagt mir da wäre mehr drin gewesen. Naja, seisdrum, der Release ist dope und die Jungs hams drauf. Keine Frage.

7 von 10

Reviews by Kaiza

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