Baesse.de Reviews

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M-Zine – “Fractals EP” (Sofa Sound)

M-Zine kennt man wohl am besten durch seine kollaborative Partnerschaft mit Skepticz. Die Dudes haben sich im letzten Jahr einvernehmlich getrennt und gehen nun eigene, ziemlich erfolgreiche, Wege. In M-Zine’s Fall resultierte das Ganze in einer EP auf Utopia Music sowie Einzeltracks auf Dispatch und Warm Communications und schlussendlich zu besagter ‘Fractals EP’ auf Sofa Sound. ‘Axiomatic’ fügt sich auch super in das Klangbild üblicher Releases auf DLR’s Label ein und pumpt bös im Subbereich. Dazu noch die wabernden Synths obenauf, sachliche Drums beigemischt und ab geht das Teil. ‘Fractals’, Titeltrack und Dancefloordestroyer zugleich, ist angereichert mit ordentlich Growl und zersetzt Gehirne mit zerschneidender Drumwork. Zu guter Letzt wälzt der Dude nochmal alles mit ‘Scrutinise’ um! Those stabs are made for stepping! (Umut)

Release: 10.01.20
Label: Sofa Sound
Katalognummer: SSDIGI009

10/10



Veak – “That Sounds Safe / Underworld” (Revolver Sounds)

Frankreichs Exportschlager in Sachen Jungle kehrt zum wiederholten Male zu Revolver Sounds zurück und bringt zwei Tunes mit. ‘That Sounds Safe’ oder Häuptling ‘Der der wie Jungle klingt aber keiner ist’ macht den Anfang und ist proppenvoll mit gebrochenen Elementen, essentiellen Vox und ner nasty Bassline! Es bleiben nun lediglich folgende Möglichkeiten: Extreme Kopfnicken oder auf diese unaufhaltsam marschierende Lok aufzuspringen. Auf der anderen Seite hätten wir da ‘Underworld’ am Start vor lauter Breakbeats hart am abflexen garniert mit ner guten Portion flotten Percussions und nem deftigen Wobble. Holt die Schlaghosen vom Dachboden! Übrigens kann man eine Pressung der Tracks auf Vinyl via Kickstarter unter diesem Link
https://www.kickstarter.com/projects/revolversounds/veak-drumandbass-12-vinyl/posts/2699124?lang=de
supporten! (Umut)

Release: 21.02.20
Label: Revolver Sounds
Katalognummer: REV007

8 von 10

 

Winslow – “Swing And Miss / Snap Out Of It” (Goldfat Records)

WInslow who? Genau so hab ich auch reagiert! Naja zumindest das Label sagt mir was und die Tunes sind ja ma sowas von fett! ‘Swing And Miss’ kommt mit derbe jazzy Intro-Drums rein nur um sich im Verlauf in ein minimalistisch verspielten Roller zu verwandeln! Ein bisschen creepy aber auch ziemlich stark ist ‘Snap Out Of It’. Verstörende Melodien getränkt in absurden Pads fusionieren hier mit den eigens aufgenommenen entspannt abflexenden Vocals um dich auf eine Reise zum Kampf mit dir selbst und deinen Hürden zu nehmen. Will man das? (Umut)

Release: 28.02.20
Label: Goldfat Records
Katalognummer: GFR015

8/10


Allied – “Kailash LP” (MethLab Recordings)

Allied’s lang erwartetes Album hats nun endlich auf die Bildfläche geschafft und was soll man sagen? Chapeau Ali! Ohne zuviel ins Detail gehen zu wollen findet man hier eine elegante Zusammenkünften von Dub-Techno und Techstep in modernem Gewand. Obwohl die Platten aufregend frisch klingeln vergisst unser Protagonist nicht, auch der Vergangenheit Respekt zu zollen! Besonders hat es mir ‘Nine Lives’ mit Malsum angetan! Der treibende technoide Sound ist es was mich damals zu Allied brachte und als hartgesottener Fan wird man definitiv nicht enttäuscht! Trotz aller Euphorie kommt das Release mit einem Hauch von Wehmut, es wird nämlich eines der letzten Veröffentlichungen auf dem am 18. Januar offiziell geschlossenen Label MethLab Recordings. (Umut)

Release: 18.02.20
Label: MethLab Recordings
Katalognummer: MLP008

10/10



DLR – “Banana Bread / Busy” (31 Records)

Das DLR in letzter Zeit (die letzten 10 Jahre?!) Feuer gefangen hat ist uns allen klar aber ich frag mich manchmal ernsthaft ob der Typ auch mal was macht was ich nicht gleich von Anfang an hart abfeier. Mit ‘Banana Bread’ und ‘Busy’ liefert ‘your favorite Bristolian gleich zweimal ab was er am besten kann. Nämlich nen trocken marschierenden Roller und ne verträumt-entspannte Flipside. Auf Doc Scott’s 31 Recordings. Muss ich mehr sagen? #rindshaut (Umut)

Release: 31.01.20
Label: 31 Records
Katalognummer: 31RS046

9/10

 

Ancient Radius – “Dutch Courage / Booger Sugar” (Korsakov Music)

DnB Freshmen (mehr oder weniger) Ancient Radius, bestehend aus Multiplex MC, ALSO und AKOV, betreten die Bühne der Welt mit einer abgedrehten Single auf dem niederländischen Label Korsakov. Die Dudes hinter Korsakov sind ansonsten eher für ihre überdimensionalen, mindestens genauso abgedrehten, Raves im Rotterdamer Maasilo bekannt und dachten sich im letzten Jahr kurzerhand, dass n Label gründen ne steile Idee sei. Herausgekommen sind einige heftige Releases wie auch dieses! ‘Dutch Courage’ steigt mit harten Kopfnicker-Drums ein um dich dann mit absoluter AKOV-Eleganz im Bassbereich wegzuflexen. Mal abgesehen vom abgedrehten (sic!) Titel ist ‘Booger Sugar’ aber mal sowas von auf die Zwölf! Die Hip Hop-Attitüde wird bebeihalten und so kann der geneigte Hörer eifrig mit dem Kopf nicken zu perfekt ausgefeilten Kicks n Claps, Bleeps n Bloops und nach vorne orientierten Bass Hits! Me gusta! (Umut)

P.S.: ‘Booger Sugar’ bis zum Ende hören beugt dem Krebsrisiko vor!

Release: 14.02.20
Label: Korsakov Music
Katalognummer: KRSKV008

9/10

 

Sub Zero & Roxy Young – “Missing Piece” (Playaz Recordings)

Auf dem Label von Hype und Pascal hat Sub Zero von der einst berüchtigten Ganja Crew einen erstaunlich melodischen Tune gezaubert. “Missing Piece” ist nicht was Fans von Jump-Up und dem gewohnten Stil des Labels erwarten würden, sondern ein geradezu perfekter Liquid-Tune mit viel Soul, Piano, seichtem Bass und wunderschönen Vocals von Roxy Young. Aber das Beste kommt noch, denn dann ist da noch der Remix von Ben Snow. Hier trifft die melancholische Stimmung des Originals auf eine ordentliche Portion Reese-Bass. Geschickt gesetzte Drumsamples, tief gepitschte Vocal-Schnipsel und ein quäkender Bass-Sound machen das Ganze zu einer interessanten Mischung irgendwo zwischen Soul und Rave. Durchaus erfrischend was Playaz da liefert. (Pasch)

Release: 14.02.2020
Label: Playaz
Katalognummer: PLAYAZ114D

9/10



Full Kontakt & Vegas – “Terrahawk” (Bad Taste Recordings)

Das Imprint des durchaus beliebten schlechten Geschmacks lässt mit seiner nächsten Veröffentlichung ein Dancefloor-Monster mit dem Namen “Terrahawk” frei. Das Duo Full Kontakt haben sich nach dem erfolgreichen “Toppa Top” erneut mit Vegas zusammengetan und diesmal auf Vocals verzichtet. Der Tune baut sich mit eingängigen und zeitgemäßen Sounds auf, entwickelt eine futuristische Atmosphäre und setzt ohne Umschweife mit einem bouncey Drop ein, ohne dabei den dreckigen Unterton zu verlieren. Alles in allem wirkt das ganze nicht nach neu definiertem Sound, setzt dagegen aber voll auf Funktionalität und trifft den Nerv der Zeit. Die kraftvollen Sounds sind super aufeinander abgestimmt, gut gemischt und machen “Terrahawk” zu einem wirklich fetten Stück Musik. Mit einer B-Seite wurde diese Veröffentlichung nicht geplant, was angesichts des im Mittelpunkt stehenden Volltreffers “Terrahawk” aber nicht schmerzt. Einzig einen Hauch mehr Experimentierfreude hätten sich die drei Produzenten hier noch abverlangen können. Aber das juckt dann auch keinen wenn die Tanzfläche eskaliert. (Pasch)

Release: 25.02.2020
Label: Bad Taste
Katalognummer: BT130DD

10/10

 

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