Sota Interview

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Ein Großteil der Leute verbinden mit England wahrscheinlich Shakespeare, die Royal Family oder Fish & Chips, manch ein Head denkt wohl eher an die Drum & Bass-Hochburg, Jump Up und Sota. Ähm, Sota? OK, vielleicht hast du noch nicht direkt an den jungen, sympathischen DJ und Producer aus Manchester gedacht, vielleicht kennst du ihn auch noch gar nicht, aber nach diesem Interview wird das anders sein. Cheers, Sota! Die Meisten hören hierzulande aus den UK leider eigentlich nur was vom Brexit, ach ja, und Prinz Harry ist zurückgetreten, aber sonst sind die immer gleichen News mittlerweile so fade wie euer Oatmeal. Daher möchte ich mal ein bisschen Honig in den grauen Brei gießen, um den Lesern hier mal was neues von der Insel zeigen zu können. Und zwar Dich, einen DER Newcomer im englischen Jump Up.
 
Ich weiß, es ist der Porridge-Einstieg in ein Interview, aber möchtest Du dich nicht vielleicht als Warm Up erst einmal ganz klassisch vorstellen?
Hey there! Danke schonmal fürs Interview und die netten Worte. Ich bin 21 Jahre alt, Produzent aus Süd-Ost-England, lebe nun in Manchester und arbeite täglich an meiner Musik. Mit 15 habe ich angefangen zu produzieren, mache aber nun seit ca. 3 Jahren Drum & Bass. 
Du produzierst also schon seit 6 Jahren, wie hast Du damals angefangen und wie bzw. warum bist Du dann bei Drum & Bass gelandet, speziell bei Jump Up? 
Ich hatte das Glück in der Schule ein GSCE (General Certification of Secondary Education) in Music Technology” zu absolvieren, also hab ich praktisch da begonnen. Damals habe ich noch Schlagzeug in einer Metal-Band gespielt und so fing ich an mit meiner Band Sachen aufzunehmen.Ich war tatsächlich früher ein großer Neurofunk-Fan, aber als ich älter geworden bin und auf die ersten Raves ging, habe ich mich in Jump Up mit all seiner Energie verliebt. Da hab ich beschlossen, dass ich das auch machen will und legte sofort los. Ich war dann ein Jahr lang an der Uni um Music Production zu studieren, habe aber hingeschmissen um die MusikerKarriere richtig zu verfolgen. Der Rest ist Geschichte.
Der Rest ist Geschichte ist ein guter Punkt. Vor zwei Jahren wurde Deine erste EP auf Nuke Records veröffentlicht, gefolgt von einer auf Subway Sounds, Pick ’n Mix und schließlich die neuste auf Low Down Deep. Das ist ein ganz schön steil nach oben gehender Weg. Wie hast Du die letzten Monate und Jahre erlebt?
Es begann langsam. Ich bin sehr dankbar, dass dann Too Greezey meine ersten Tracks auf seinem Label veröffentlicht hat. Das gab mir die Überzeugung etwas erreichen zu können. Mir haben ein paar Leute (andere Artists) was beigebracht, ich habe unendlich viele YouTube Tutorials gesehen und machte mich dann an die Arbeit. Ich landete damals bei Pick ’n Mix, das Label war gerade noch in den Startlöchern. Shoutouts gehen an dieser Stelle auch an Hedex raus. Als ich ihn vor ungefähr einem Jahr das erste mal getroffen habe, hat er mir gezeigt, wie ich meine Mixdowns noch weiter verbessern kann um meine Tunes laut genug für die Clubs zu machen. Mit meinem neuen Wissen ging es direkt wieder an die Arbeit und so habe ich angefangen, meine Tracks herumzuschicken. Vital hat sie sich angehört und meinte direkt, ich solle die Sachen mal an Logan D senden. Gesagt, getan und er hat Frontin‘ und One sofort gesigned. Naja, jetzt bin ich ein stolzes Mitglied der Low Down Deep Crew und kann es kaum abwarten, was wir in nächster Zeit und über die Jahre alles anstellen werden.

Gratulation erstmal für dieses dicke Signing! Der letzte Satz klang fast wie eine kleine Anspielung. Du hast ja gerade erst deinen Forces Vol. 1, einen 100% Own Production Mix vollgepackt mit Dubs auf Soundcloud hochgeladen. Was können wir in nächster Zeit von Dir erwarten und was sind Deine Ziele?
Vielen Dank! Es ist wirklich ein Traum für mich der wahr wird. Meine Ziele dieses Jahr – so viele Tunes wie möglich veröffentlichen, so viele Tunes wie möglich produzieren und so viele Gigs wie möglich spielen. Letztes Jahr hab ich den Grundbaustein gelegt, dieses Jahr geht es darum richtig loszulegen.
 
 
 
 
 
Das klingt mega und für dein erstes Ziel legst du ja schon los in dem du
sehr bald deine nächste EP auf Low Down Deep veröffentlichst. Könntest Du nicht ein wenig über die kommenden Tracks, den Prozess und Deinen Sota-Sound erzählen? 
 
Es geht weiter! Am 14. Februar, markiert euch das im Kalender! Und habt ein Auge auf den April und weitere Releases. Dieses Jahr liegt mein Fokus darauf, jeden Song den ich produziere, clubtauglich zu machen und so viel Druck wie es nur geht herauszuholen. Ich möchte weiterhin die melodischen Elemente und unheimlichen Intros, die ich wirklich sehr gerne habe, beibehalten und diese an ein breiteres Publikum bringen. Es gibt kein besseres Gefühl als zu sehen, wie dein eigener Track bei einer großen Party den Club abreißt. Ich habe aber nie wirklich darüber nachgedacht, wie genau mein Sound klingt. Ich glaube, es ist noch ein bisschen früh dies wirklich zu wissen. Hoffentlich ändert sich das aber noch in den nächsten Jahren. Bis jetzt spielen aber akustische Drum-Samples noch aus meiner Metal-Band in meinen Produktionen eine große Rolle. Ich mache normalerweise so zwei bis drei Tunes die Woche und probiere davon einen veröffentlichen zu lassen. An den anderen Zwei drehe, verschiebe und arbeite ich so lange herum, bis sie mir gefallen. Es bringt ja nichts einen ScheißSong einfach aufzupolieren. Also gehts zurück an den PC bis er nichtmehr scheiße ist.
 
Hast du ein Beispiel
 
Ja, schon ein paar. „One“ war beispielsweise ursprünglich ein deeperer Tune nur mit dem ersten womp und dem Sub, aber so hat er sich leer angehört. Daher habe ich die Drums zu klassischen, rollenden Jump Up Drums geändert und den zweiten Sound hinzugefügt. Eigentlich auch das gleiche bei Frontin‘. Das war ein langweiliger, normaler Roller.
 

Das klingt alles sehr Beeindruckend und nach einem ganz neuen Lebensabschnitt für Dich: direkt nach der Schule zum DJ und Producer, wenn ich richtig liege?! Wie hast Du den schnellen Wechsel gemeistert und welchen Herausforderungen die diese Karriere mit sich bringt musstest Du in den letzten Monaten/Jahren entgegentreten? Wie hast Du diese gelöst?
 
Es war nicht so plötzlich, ich habe immer noch einen Vollzeitjob und bin weit davon entfernt, dies meine Karriere nennen zu können. Aber das letzte Jahr war definitiv eine permanente Weiterentwicklung und ich habe jede Minute genossen. Die eine Sache, auf welche ich nicht vorbereitet war, ist, wie einsam es sein kann, so oft und weit alleine zu reisen. Jedoch fing ich dann an viel mehr zu lesen und ich habe nun die Zeit in Zügen oder Flugzeugen etc. Sachen zu machen, die ich sonst nicht schaffen würde. Und ich weiß, dass es nicht besser wird, also gewöhne ich mich lieber gleich daran. Trotzdem ist es nichts als eine Genugtuung für mich und ich bin gespannt, wo die Reise für mich hingeht.
 
Also Du hast die Einsamkeit auf Reisen erwähnt, aber dass es Dich trotzdem eigentlich alles sehr erfüllt. Kannst Du denn jetzt schon ein kleines Statement zu Pros und Cons, die Du bis jetzt schon erfahren hast, geben und vielleicht erzählen, welche positiven sowie negativen Aspekte Dich in Zukunft erwarten könnten? 
 
Es ist alles positiv für mich. Den negativen Punkt, welchen ich erwähnt habe, ist um ehrlich zu sein ein bisschen aus den Haaren herbeigezogen. Ich genieße jede Sekunde und würde es für nichts auf der Welt tauschen wollen. Letzte Woche hatte ich einen Gig in Jersey und ein paar aus der Crowd grölten die Melodie von „All Day“ mit, was das unglaublichste Gefühl für mich war. Und diese Erlebnisse machen alles Negatives zu nichte.
 
 
Sehr schön. Letztes Jahr hattest Du ja auch Dein Deutschland-Debut bei Überschall im Kassablanca, wie war’s? 
 
Super! Die Gastfreundschaft war großartig, Jeder den ich getroffen habe war sehr freundlich und liebte verdammt noch mal Drum & Bass, was eigentlich das Wichtigste ist. Das Kassa ist so ein cooler Club, hoffentlich darf ich irgendwann mal wiederkommen.
 
Das hoffe ich auch! Wie hat Dir das deutsche Bier geschmeckt?
 
Das Bier ist meine Lieblingssache an Deutschland. Wenn ich abends unterwegs bin, dann ende ich immer mit einem Tegenrseer Hellen, da viele Bars es in Manchester verkaufen. Das Reinheitsgebot ist eine tolle Sache und ich wünschte mir, die UK hätte das auch. 
 
Verständlich. Das klingt aber als wärst Du ein extrovertierter Typ, was machst Du in Deiner Freizeit und welcher ist Dein Vollzeitjob? 
 
Momentan genehmige ich mir nicht so viel Freizeit, und wenn doch, gehe ich gerne ein Bierchen trinken. Ich arbeite in der Craft-Beer-Branche seit dem ich es offiziell darf (und auch schon ein bisschen früher.) Momentan bin ich bei Brewdog. 
Außerdem koche ich sehe gerne!
 
Hast Du einen geheimen Sota-Koch-Tip, egal ob am Herd oder in der DAW? 
 
In der Küche: eine riesige Menge Butter. Und Knoblauch! In der DAW: viel Sub. Und arbeite so gut es geht an den Percussions. 
 
 
Knoblauch ist das Beste. Ich bin mir sicher, dass Knoblauch und Bässe die Roller-Jump-Up-Debatte beenden könnten.Wir kommen langsam zum Ende, magst Du noch irgendwas loswerden?
 
Absolut. Danke für das Interview! 
Meine nächste EP kommt am 14.02. auf Low Down Deep und mein Forces Vol. 1 Mix ist auf meiner Soundcloud. Ich hoffe bald wieder einmal rüberzukommen um mit euch zu feiern!
 
Danke für die nette Unterhaltung und ich wünsche Dir nur das Beste für alles in der Zukunft! Bis Bald. 
 
 
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ENGLISH VERSION
 
 
The most germans probably Associate with England Shakespeare, the royal family or fish & Chips, the dnb heads rather Think of the dnb-nation, Jump up and sota. Eeeeh sota? Ok, maybe you haven’t thought of the young, sympathic dj and Producer from Manchester directly, or maybe you even haven’t heard of him before, but after that Interview u will. Cheers sota, the people over here are just getting messegaes from the Brexit, ah yeah, prince harry withdrew from the royalty, but the Rest we are hearing from the UK is in the meantime as boring as youre oatmeal. Because of that I want to put some honey in that grey mash and i would like to bring something new from the uk, at least to the readers here, and that is you, one of the best newcomers in the english Jump up Scene. 
 
 
So i know, it is the„porridge beginning“ of an interview, but wouldn’t you like to start as a warm up with talking a little bit about you?
 
Hey there! Thanks for reaching out to interview me and for the kind words. I am a 21 year old jump up producer from the South East, now living in Manchester and working on my craft every day. I’ve been producing dnb for around 3 years now, but have been learning to use DAWs since the age of about 15.
 
So you have been working with DAWs for already 6 years now, how did u start back then and how or why did you begin with Drum & bass, especially Jump Up stuff?
 
I was lucky enough to have a music technology GCSE grade available where i went to school, so i began there. I was playing drums in a metal band at the time, so I started to produce with my band and experiment with working on my friends music final pieces for school and then into college. I used to be really big on neurofunk when i was younger, but as I grew a little older and began to go out to raves more, i fell in love the infectious energy of jump up! i decided i wanted to make it, and got straight to it. I went to university to study music production for a year but dropped out to pursue the career properly. The rest is history!
 
The rest is history is a good point. Two years ago your first ep has been released on Nuke Records, followed by an EP on Subway Sounds, Pick n Mix and now your latest bits out on Low Down Deep. This is a really
straight way up, how did you experienc the last months and years?
 
It started off slow, I’m grateful to Too Greezey for giving me my first release on his imprint. That definitely gave me the confidence that this was actually an achievable dream, and pushed me to get my head down for a year plus, and make my tunes the best they could be. I did a few tutorials with a few different artists, watched a hell of a lot of youtube videos, and got to work. I ended up on Pick ‘n’ Mix in its early days, and I’m grateful to TJ for helping realise what was a big project for me at the time. Also a massive shoutout to Hedex – when I met him in manchester just over a year ago he basically showed me how to take my mixdowns to the next level and get my tunes loud enough for the club. I got straight to work with my new knowledge, and started sending the tunes around – Vital heard them and straight away told me to send them to Logan D. I did, and he signed Frontin’ and One on the spot – I’m now a proud member of the Low Down Deep camp and can’t wait to see what we work on over the coming years.
 
First of all congratulations for that massive signing. That last sentence sounds a bit like a little allusion. You just uploaded your Forces Vol. 1, a banging 100%ownproduction-mix filled with dubs. What can we expect from you this year, what are your aims?
 
Thank you so much! It really is a dream come true for me. My aims this year – release as many tunes as possible, make as many tunes as possible, play as many shows as possible. Last year was about laying down the groundwork, this year is about taking over!
 
 
That sounds great and you are going to start with your first aim already really soon with the next EP on Low Down Deep. Couldn’t you tell something about the forthcoming tunes, the process and your very own sound that is indeed again part of that EP?
 
Certainly is! 14th Feb – mark it in the calendar! And keep your eyes peeled in april for the next one. As i move into this year, the focus is on making every song i make club friendly and really getting as much weight out of my songs as i can. I still want to retain the melodic elements and eerie intros that i love so much but bring that sound to a wider audience – there is no better feeling than seeing a song you made tearing apart a packed rave! I’ve never really thought too hard about what my ‘sound’ is as such – i guess i’m too early in my journey to really have a concrete idea of what it is. Hopefully that changes in the next couple of years. in terms of my process – acoustic drum samples from my metal band days are a key part of what i do. I generally make 2/3 tunes a week and tend to keep one of them to release. The other 1/2 get moved around, shifted, and reordered until they become something i like – there’s no point trying to polish a shit, so it goes back to the drawing board until it isn’t shit anymore.
 
Is one of your released tracks like what you described in the last sentence? A tune that was„shit“ at the beginning in your opinion?
 
Quite a few of them. One was originally a deeper tune, with just the first womp and the sub – but it felt empty, so i changed the drums, made them into classic jump up rolling drums and added the second sound! same with frontin actually, was a boring normal roller and i tailored the sound to allow me to use it as a stab to create the first riff around 2/3 weeks after i first created the idea.
 

All of that sounds really impressive and like a completely new section in life. Straight from school to a dj / producer beeing if i am right?! How are u mastering the changes in life that this career brings indeed and which challenges had been a struggle for u in the last months/years? how did you solve them?
 
It hasn’t been quite that sudden, i’ve still got a full time job, and a long long way to go before I can truly call this my career, but definitely the last year has been non stop in terms of progression and i’m loving every minute of it! The one thing you’re not prepared for is how lonely it is travelling so far and so much on your own – but i’ve started reading a lot more and generally getting involved with stuff on flights and trains etc that i wouldn’t otherwise have the time to do, and i know it’s only going to get worse so i better start getting used to it! other than that, it’s been nothing but a blessing and i’m honestly so excited to see where this all takes me.
 
So you mentioned the loneliness of travelling on your own but it’s been a blessing for you. Could you already give a Statement about pros and cons you have been experienced in the last time and maybe what positiv and negativ aspects could face you in the future?
 
It’s all positive for me, man. The one negative i mentioned is really clutching at straws to be honest, i’m loving every second of this and i wouldn’t change it for the world. Playing in jersey a few weeks ago some of the crowd sung back ‘All Day’ to me which was the most incredible feeling, and that kind of thing makes any negative worth it!
 
Amazing. Last year you played at Ueberschall in the Kassablanca as well, how was the trip and your germany debut?
 
The trip was great, Hospitality was amazing, everyone i met was friendly and most importantly fucking loved Drum & Bass! Such a great club too, hope to be back there at some point.
 
I hope so too! How was the german Beer?
 
The beer is my favourite part of germany – if i’m out i always end up drinking Tegernseer Helles as a lot of bars stock it in Manchester – the purity law is a beautiful thing and i wish the UK would follow suit!
 
I fully understand you. This sounds that youre an extrovert guy, what are you doing in your free time and what is your mentioned fulltime job?
 
I don’t really give myself that much free time at the moment – but when i do, i’m usually out for beers! I’ve worked in the craft beer industry since i was legally able to (and a little bit before) – I’m currently working for Brewdog! I also love to cook :)
 
Do you have a secret special sota cooking tip, either in the DAW or in the kitchen?
 
In the kitchen: lots and lots of butter and garlic! And in the DAW: plenty of sub, and think about your percussion as much as you can!
 
Garlic is the best! I’m shure garlic and subs could solve the roller jump up debate.
Anything you want to say at the end?
Absolutely. And just thank you for speaking with me, my next release is out on the 14th Feb on Low Down Deep, Forces Vol. 1 is out now on my Soundcloud, and i hope to come party with you guys again soon.
 
Thank you for the kind chat and i wish you All the best for everything in the future! See You! 
 
 
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