Interview Visionobi

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Mit Releases auf renommierten Labels wie etwa Metalheadz, Dispatch Recordings, Critical Sound oder Soulvent Records, ist Visionobi kein unbeschriebenes Blatt. Der gebürtige Brite griff vor mehr als 20 Jahren zum Mic und bahnte sich seinen Weg zunächst als Newcomer durch Großbritanniens Clublandschaft, bevor er letztendlich in der lokalen Drum & Bass-Szene Fuß fasste. Doch er ging noch einen Schritt weiter. Inzwischen wird er als einer der großen Akteure am Mic gefeiert und begleitet Crowds mit seiner Stimme durch lange Nächte, sowohl national als auch international. 2013 erhielt er bei den Drum & Bass Arena Awards die Auszeichnung in der Kategorie „Best MC“ und fand sich ebenfalls für Kollaborationen mit Gerra & Stone, GLXY, Taelimb oder Joe Raygun zusammen. Bis heute überzeugt Visionobi mit vielseitigem Flow sowie flüssigen „bars“ am Mic und sorgt mit seiner eigenen Veranstaltungsreihe Visionobi Presents in Londons Drum & Bass-Palast und wohl bekanntestem Club “The Fabric” für frequenzlastige Nächte.


Hallo Visionobi, danke, dass du dir Zeit für uns nimmst. Kannst du dich kurz vorstellen? Wie alt bist Du? Wo kommst du her? Bist du Vollzeit-Musiker?

Hey, ich heiße Rich aka Visionobi und ich verlasse das Bett nicht für weniger als 64 bars, haha. Ich bin ein Drum & Bass MC/Rapper, der beim Schreiben gerne eine Geschichte erzählt und dabei lieber in die Tiefe geht, als auf alte Kamellen zurückzugreifen. Ich bin 35 Jahre alt, kam in London auf die Welt, bin in einem Ort namens Welwyn Garden City (nördlich von London) aufgewachsen, in Southampton auf die Uni gegangen und bin nun seit etwa 9 Jahren wieder zurück in London. Im August 2019 habe ich mich als Musiker selbstständig gemacht, was sich aufgrund der aktuellen Corona Situation als eine grandiose Idee herausgestellt hat, hahaha. Aber ich drücke die Daumen, dass das alles bald vorbei ist.

 

Mit meinen ersten Fragen, möchte ich gerne etwas in die Vergangenheit blicken, ich hoffe das ist okay für dich. Der Release deines Solo-Debuts mit der EP “Trapped Spirit” liegt mittlerweile zwei Jahre zurück, was hat sich seit dem Release für dich geändert? Und woran arbeitest du aktuell?

Es hat sich nicht sonderlich viel geändert um ehrlich zu sein, ich versuche immer noch so viel wie möglich zu schreiben und arbeite mit einer Vielzahl von Produzenten zusammen. Derzeit arbeite ich an meinem Album-Ordner und versuche ihn soweit auf Vordermann zu bringen, dass ich ihn an Labels schicken kann und vielleicht beißt ja wer an… Falls nicht, werde ich vermutlich selbst einen Release in Angriff nehmen. Aber ja, damit und mit dem Zeug für Rogue Jediii habe ich aktuell etwa 25 unveröffentlichte Lieder in petto, die hoffentlich in den nächsten paar Monaten fertig werden…

Wann hast du Drum & Bass für dich entdeckt? Kannst du dich an den Song erinnern, der dich damals getriggered hat? Und feierst du den Song heute noch im selben Maße wie früher?

Ich kann mich nicht an einen spezifischen Song von damals erinnern um ehrlich zu sein, da ich ein echt schlechtes Gedächtnis habe, aber ich war von Tapes (Kassetten), Randall und meinen frühsten MC Einflüssen besessen. Ich kann mich noch daran erinnern, wie einzigartig sich diese Musik angefühlt hat und an die Energie, die sie aus mir heraus gekitzelt hat. Ab meinem elften Lebensjahr hat mich diese Musik in ihren Bann gezogen. Zu meiner Schulzeit haben wir Tapes getauscht, woraus dieser Bann zur Musik und Kultur entstanden ist.

Wie entstand der Wunsch Texte zu schreiben? War dies etwas, dem du dich bereits vor der Berührung mit Drum & Bass gewidmet hast? In welchem Alter hast du damit begonnen?

Ich kann mich daran erinnern, wie ich im Alter von 9 Jahren mit meiner elfjährigen Schwester einen Song geschrieben habe. An den Song kann ich mich nicht mehr erinnern (was vermutlich gut so ist), aber das ist meine erste Erinnerung, in der ich einen Text geschrieben hab… Als ich dann Rap, Garage und Drum & Bass für mich entdeckte, habe ich zwei Jahre damit verbracht, die Musik zu hören bzw. zu genießen. Als ich dann etwa 13 Jahre alt war, habe ich begonnen, meine eigenen Lyrics zu schreiben. Das mache ich jetzt schon seit einer ganzen Weile, haha. 22 Jahre, in denen ich Texte geschrieben und MC’d habe, eigentlich sollte ich besser sein, haha.

Du bist nun schon mehr als 20 Jahre im Drum & Bass-Business: hast du noch den Überblick, wie viele „bars“ du bisher geschrieben hast? Und verdammt, wie merkst du dir alle davon?

Vor ein paar Tagen habe ich herausgefunden, dass ich ungefähr 200 Lyrics vorweisen kann, die ich für Sets benutzen kann. Mit diesem Material bin ich zufrieden, welches sich mit der Zeit bewährt hat oder noch recht neu ist und es in den Album-Ordner geschafft hat. Dies beinhaltet keine der Tracks, die ich noch im Ärmel habe oder für Songideen aufspare. Im Endeffekt sind das Lyrics, die bei einem Mix im Studio oder auf einem Rave gut ankommen. Das ist auch einer der Gründe, wieso ich mein „Drop In The Ocean“-Projekt gestartet habe, um die Masse an Material zu präsentieren, die ich in den Jahren angefertigt habe.

Es gibt unterschiedliche Arten seine Texte zu schreiben. Was ist dir persönlich dabei wichtig? Gibt es etwas, worauf du besonders achtest?

Wenn ich mich hinsetze um einen Text zu schreiben, ist das Wichtigste für mich, über etwas zu schreiben, dass die Menschen bewegt, etwas, mit dem sie sich identifizieren können. Mir gefällt es, meine persönlichen Erfahrungen mit einfließen zu lassen, in der Hoffnung, dass die Zuhörer mich verstehen oder diese Erfahrungen gar nachvollziehen können und ich bin immer ehrlich mit dem, was ich schreibe. Ich denke, dies ist das Wichtigste und ist ebenso das, was ich überwiegend mit meinen Lyrics erreichen möchte.

Manche MCs schreiben ihre Lyrics nach Baukasten-Prinzip, so dass verschiedene Rhymes aus unterschiedlichen Texten on-the-go nahtlos aneinander gereiht werden können. Greifst du auf dieses Modell zurück oder bleibst du texttreu?

Mittlerweile setzte ich mich einfach hin und fange mit dem Schreiben an, ich entscheide mich für ein Konzept oder einen Gedankenprozess und baue diesen aus. Als ich meine Texte noch auf Papier schrieb und nicht wie heute Google Drive nutzte, habe ich oft eine Menge Brainstorming gemacht. Manchmal greife ich noch auf diese Methode zurück, aber inzwischen tauche ich tief in das Konzept ein und gehe mit dem Flow. Ich reihe nie Verse aneinander, trotzdem schreibe ich manchmal 4/8/16 bar-Blöcke und spiele etwas damit herum, um den besten Flow zu finden. Ich schätze, dass das eine ähnliche Herangehensweise ist.

Gut, lass uns den Blick etwas auf die Gegenwart richten. Gibt es derzeit Künstler da draußen, die deinen Style beeinflussen?

Ich versuche wirklich, mich nicht von anderen Künstlern beeinflussen zu lassen. Meiner Meinung nach bin ich nun an einem Punkt angelangt, wo ich mich selbst gut genug kenne und an meinem eigenen Sound sowie Style feilen kann. Dies war nicht immer der Fall und was Drum & Bass betrifft, haben mich DRS und SP:MC beeinflusst, am meisten jedoch der britische Hip Hop-Rapper namens Jehst. Meiner Meinung nach ist er der beste Rapper aller Zeiten und seine Wortspiele beeinflussten mich früher sehr.

Anhand deines Namens „Visionobi“ lässt sich bereits erahnen, welchen Pfad du bei der Namenwahl eingeschlagen hast. Ich möchte dich dennoch bitten zu erläutern, wie du auf das Pseudonym Visionobi gekommen bist. Ich vermute, du hörst diese Frage öfters…

Ja, diese Frage wird mir immer gestellt, aber ich verstehe, wieso ich danach gefragt werde, schließlich ist es ein eigenartiger Name, haha. Ich habe echt ein paar schlechte Namen gehabt, bevor mir „Vision“ in den Sinn kam, was mir sehr gefiel, da ich den Eindruck habe, dass MC‘ing der Weg ist, meine visuelle Wahrnehmung von der Welt darzustellen. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass dem Ganzen noch ein einzigartiger Hauch von meiner Identität fehlte, was für mich ein absolutes Muss als angehender Künstler war. Ich wollte einen Namen mit persönlicher Note schaffen, so dass niemand anderes sich jemals so nennen würde. Da ich das Konzept von den Jedi und der Macht echt gut finde, habe ich dann noch ein „Obi“ hinzugefügt, so entstand Visionobi. Im Grunde nutze ich die Macht, um meine Botschaft der Welt darzulegen. Ich meine, wenn du die Möglichkeit bekommst, dich selbst neu zu erfinden, kannst du auch gleich dein eigenes „Superhelden“-Ich erschaffen, oder nicht? Haha.

Könntest du für die Padawane da draußen erklären, denen dieser Begriff noch nicht begegnet ist, wer die Rogue Jediii Soldiers sind? Was hat es mit Rogue Jediii auf sich und wer steckt dahinter?

Rogue Jediii ist der Name des kollektiven Zusammenschlusses von mir, Joe Raygun & Taelimb. Wir haben begonnen, ein paar Drum & Bass/Halftime-Stücke mit gesangsbetonter bzw. lyrischer Untermalung zu kreieren und haben beschlossen, unsere eigene Boyband zu gründen, haha. Das Vorhaben von Rogue Jediii würde ich als beispiellos bezeichnen, da ich nicht das Gefühl habe, dass Drum & Bass unbedingt ein lyrikfokussiertes Genre ist. Somit ist dies unser Versuch zu zeigen, dass MC‘s gute Rap-Verse im Zusammenspiel mit Drum & Bass haben können. Unser Plan ist es, verschiedene Genres miteinander zu verbinden und dem Publikum ein breites Soundspektrum, etwas absolut einzigartiges, zu bieten.

 

Dein Red-Bull-Music-Swift-16-Beitrag im letzten Jahr schlug ein wie eine Bombe. Umso gespannter sind wir, was es mit deinem neuesten Projekt auf sich hat, welches unter dem Namen „Drop In The Ocean“ läuft. Bitte erzähle uns etwas darüber.

Ja man, Redbull-Swift-16 war echt verrückt, das muss ich zugeben. Ich hatte niemals damit gerechnet, so viele Aufrufe zu bekommen und bin echt froh darüber, wie das Ganze abgelaufen ist. Wenn ich mich nicht täusche, hat das Video knapp über 200.000 Aufrufe auf sämtlichen Plattformen bekommen, was echt krass ist. Vielen Dank an alle, die das unterstützt haben. Wie ich bereits oben kurz angeschnitten habe, ist Drop In The Ocean ein Projekt das ich begonnen habe, um viele meiner Lyrics zu zeigen, die nicht für Tracks benutzt werden. Ich habe mehrere 64-bar-Stücke und wollte es nicht dabei belassen, diese einfach nur herumliegen zu lassen. Deshalb dachte ich, dass dies eine gute Gelegenheit ist, sie der Welt zu präsentieren und zu sehen, wie sie darauf reagiert. Die erste Episode von Drop In The Ocean kam sehr gut an, doch erst seit Kurzem läuft es nicht mehr so rund und ich frage mich mal wieder, woran das liegt. Das Internet ist ein hartes Pflaster, vor allem, wenn du keine Lust darauf hast in Werbung usw. zu investieren. Ich werde Drop In The Ocean aber weiterhin verfolgen, da ich echt Spaß daran habe und mir so die Quarantäne/Isolation wegen Corona, die echt eine öde Zeit ist, etwas spannender gestalten kann, haha.

Wie empfindest du die derzeitige Entwicklung des Drum & Bass-Sounds? Gibt es Elemente, auf die du besonders abfährst oder ein bestimmtes Sample, dessen Comeback du entgegensehnst?

Um ehrlich zu sein, achte ich da nicht wirklich darauf. Ich bin da mittendrin, war ich schon immer und werde ich auch immer sein. Tatsächlich versuche ich, nicht in Modeerscheinungen der Musik und Subgenre abzudriften. Ich mag nun mal das, was mir gefällt und solange es gut ist und ich Emotionen hervorrufe, ist alles in Ordnung für mich. Samples sind eine feine Sache, aber ich überlasse das Sample-Fachwissen lieber den Produzenten. 

Unter anderem hat es dich im vergangenen Jahr an die Küsten Kroatiens während Hospitality On The Beach und die Strände Sardiniens zu Sun And Bass verschlagen. Auch das deutsche Publikum kam in den Genuss deines Flows. Welche Erfahrungen hast du mit der deutschen Drum & Bass-Szene gemacht? Hast du den Eindruck, dass die hiesigen Drum & Bass Headz einen anderen Sound zelebrieren als das britische Publikum? Und noch viel wichtiger, wie hat dir unser Bier geschmeckt?

Ich liebe Deutschland! Einfach alles an diesem Land gefällt mir und die Deutschen am allermeisten Ich sehe mich als Glückspilz, dass ich die Möglichkeit hatte, in vielen verschiedenen Orten in Deutschland performen zu können. Seit Neuestem bin ich öfters in München für Sustain! ans Mic getreten, die inzwischen wie Familie für mich sind. Liebe Grüße gehen raus an Alex und Flo, mit denen ich immer eine gute Zeit verbringe und die ich zu meinen Freunden zähle, was das Schöne an diesem internationalen Musik-Business ist und von allen sehr geschätzt wird. Vor Corona wurde ich außerdem Resident für eine Veranstaltungsreihe namens Spectral mit Sitz in Saarbrücken und sollte im Jahr 2020 dort vier mal spielen. Von diesen vier mal, habe ich aufgrund von Corona nur einmal geschafft und weiß nun leider nicht, wann eine solche Veranstaltung wieder möglich ist. Ich kann es jedoch kaum erwarten dorthin zurückzugehen, da dies eine grandiose Party mit einer tollen Location war! Probs gehen auch an die Tiefklang-Crew raus, für die ich schon immer mal bei einer ihrer Veranstaltungen performen wollte. Mir scheint, Saarbrücken ist ein heißes Drum & Bass Pflaster! Ich liebe es dort! Aber ja, ich spüre die Liebe der Deutschen und bin sehr dankbar dafür. 

Ich merke keinen großen Unterschied im Vergleich beim Sound, der auf deutschen bzw. britischen Tanzflächen gespielt wird. Zumindest nicht so krass, wie wenn man weiter östlich nach Europa reist, dort geht es wesentlich härter zu.

Ich liebe deutsches Bier. Ich verabscheue Lager und trinke es in Großbritannien nie. Immer wenn ich Alex sehe oder für ihn MC’e, betone ich immer wieder, dass ich Lager nur in Deutschland trinke, haha.

Last but not least. Aus gegebenem Anlass, komme ich nicht um dieses Thema herum. Wie haltet ihr den Mindestabstand in Zeiten von Corona im Studio ein? Wie vertreibst du dir die Zeit und was vermisst du aktuell am meisten?

Ich habe ein Studio-Setup bei mir zu Hause, also ist das schon mal nicht problematisch. Ich mache die Aufnahme für Stem-Dateien und schicke diese wieder an den Künstler zurück.

Was mir am meisten fehlt sind Raves und neue Leute kennenzulernen. Ich liebe es zu performen, das ist wirklich das, was ich am liebsten mache und derzeit am meisten vermisse. Ich kann es kaum erwarten, wieder reisen zu können und in all die verschiedenen Kulturen einzutauchen. Auf einer Bühne zu stehen und zu der Musik zu performen, die ich liebe – oft mit Leuten zusammen, die Freunde sind – das ist etwas, das mich erfüllt, wie nichts anderes auf dieser Welt. Dies tun zu können, erinnert mich immer wieder daran, was für ein Glückspilz ich eigentlich bin und es ist echt frustrierend, wenn dir das plötzlich aufgrund von außergewöhnlichen Umständen weggenommen wird. Ich versuche, so viele Lyrics wie möglich zu schreiben, um mehr Musik nach außen zu bringen und dann kann ich mich irgendwann mit einem positiven Gefühl an diese außergewöhnliche Zeit zurück erinnern…zumindest, bis zu einem gewissen Maße…haha.

Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir alles Gute. Du hast jetzt noch die Möglichkeit ein paar “famous last words” (lol) dazulassen.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mich zu interviewen! Falls irgendeiner der Leser mich mal bei einem Rave oder einer Party in Deutschland sieht, sag mir gerne hallo. Ich bin eine kontaktfreudige Person und freue mich immer darauf, neue Leute sowie Drum & Bass Ravers/Fans kennenzulernen. Ich hoffe, dass es euch allen in dieser seltsamen Zeit gut geht und drücke die Daumen, dass wir sie bald überstanden haben. 

Trotz der durch Corona entstandenen außergewöhnlichen Umstände zeigt Rich aka Visionobi, dass er sich nicht von seinem Pfad und seinen Vorhaben abbringen oder gar auf die dunkle Seite der Macht ziehen lässt. Um seine visuelle Botschaft, Emotionen sowie persönlichen Erfahrungen nach außen zu tragen, verfolgt er zielstrebig seine Release-Pläne, kollaboriert nach wie vor mit renommierten Künstlern des Drum & Bass-Spektrums und stampfte sogar sein eigenes Projekt „Drop In The Ocean“ aus dem Boden (checkt mal seine Facebook Videos).

Socials:
https://www.facebook.com/Visionobi
https://www.instagram.com/Visionobi
https://soundcloud.com/visionobi

 

Englische Version:


Blank pages? This certainly does not apply to Visionobi, who released titles on renown labels, including Metalheadz, Dispatch Recordings or Soulvent Records. He was born in Great Britain, grabbed the mic more than 20 years ago and made his way first, as a newcomer throughout the British club landscape, before taking root in the local Drum & Bass scene. In fact, he went one step further. By now, he is considered one of the big players on the mic and his voice accompanies crowds on national as well as international dance floors. During the Drum & Bass Arena Awards in 2013, he was awarded in the category “best MC”. Collaborations with Gerra & Stone, GLXY, Taelimb or Joe Raygun fruther contributed to his musical legacy. Until today, Visionobi amazes the masses with his versatile flow and fluent bars, which can also be heard at his own series known as Visionobi Presents at London´s Drum & Bass palace and probably most famous club “The Fabric”.


Hello Visionobi, thank you for your time. Please give us a short overview of who you are and what you do. How old are you? Where do you come from? Are you a full-time musician?

Hey, I’m Rich aka Visionobi and I don’t get out of bed for less than 64 bars,  haha. I’m a Drum & Bass MC/Rapper who likes to go deep when he writes and tells a story rather than deliver any old content. I’m 35 years old, born in London, raised in a place called Welwyn Garden City (just north of London), went to uni in Southampton and now been back in London for almost 9 years. I went full time music/self employed last August, which has proven to be a masterful move as a result of COVID hahaha. Fingers crossed it’s over soon..

 

My first questions focus on the past, I hope this is alright for you. Your solo debut EP “Trapped Spirit” was released two years ago. What has changed for you since release date? And are you currently working on any new stuff?

Nothing much has changed to be honest, just still trying to write as much as possible and work with a plethora of producers. I’m currently working on my album folder, trying to get it to a point where I can send it to labels and see if anyone bites. If not, I will probably self release. But yea, with that and the Rogue Jediii stuff I’m probably sitting on about 25 unreleased tracks at the moment that hopefully will be ready in the next couple of months…

When did you discover Drum & Bass? Do you remember the song that triggered you and do you like the song today as much as you did back then?

I don’t remember any specific songs in the early days tbh as I have a terrible memory, but I was obsessed with tapes, Randall and my earliest MC influences. I remember how unique the music felt and the energy it bought out of me and I was hooked from 11 years old to be honest. We used to swap tapes at school and that’s how I became obsessed with the music and culture.

How did the desire arose to write your own lyrics? Was that something you had already been into before you found out about Drum & Bass? How old were you, when you started writing your own bars?

I remember writing a song with my sister when I was 9 and she was 11. Can’t remember the song (probably a good thing), but that’s the first memory of writing.. Then when I got into rap, Garage and Drum & Bass I spent two years listening and enjoying the music and then when I was about 13 I started writing my own lyrics. Been doing this a long time now haha. 22 years writing/MCing I really should be better haha.

You have been involved in the Drum & Bass-Business for more than 20 years now. Do you actually know how many bars you have written so far? And bloody hell, how do you memorise all of them?

I worked out the other day that I have over 200 lyrics that I will use on a set. That’s material I am happy with that’s stood the test of time, or that’s recent and as a result good enough to make that folder. This doesn’t include any of the tracks i’ve got in the pipeline or track ideas, that’s simply just lyrics that are suitable for a studio mix or a rave. That’s why I started my “Drop In The Ocean” series to showcase the extensive collection of material.

There are several ways to write bars. What is the most important thing to you personally, when grabbing to pen and paper?

The most important thing to me when sitting down to write is to write about something that’s going to move people or that they can relate to. I like to vent my personal experiences in the hope that they become intimate to the listener and I am always honest with my writing. I feel like that’s the most important thing and what I try to achieve with the majority of my lyrics.

Some MCs make use of the so called building-block approach – a method for stringing together various bars from different verses seamlessly. Do you use this approach or do you stick to the original lyrics?

These days I mostly just start writing, I pick a concept or thought process and develop it off the bat. When I used to write on paper as opposed to google drive, I used to do a lot of brainstorms, sometimes I still use this method but mostly I just get deeply involved in the concept and let it flow. I never string verses together, but sometimes I write in 4/8/16 bar blocks and shuffle things around in order to find the best fit. I suppose that’s similar.

Alright, let us move on to the present. Are there any artists out there that influence your style at the moment?

I try very hard not to be influenced by other artists. I think I’ve got to the stage where I know myself enough to try and craft my own sound and style. This wasn’t always the case and I would say in Drum & Bass, DRS and SP:MC have influenced me the most and most of all would be the UK Hip Hop rapper Jehst. In my opinion he’s the greatest rapper of all time and his wordplay had a substantial influence on me in the earlier days.

Based on your name “Visionobi”, one can guess which direction you went when choosing your artist name. Still, I would kindly ask you to explain how you came up with this pseudonym? I guess you get this question asked quite often…

Yea, I always get asked this question, but I understand why cause it’s a weird name haha. I went through a few really bad names early on and ended up with “Vision”. I really liked this because I felt like MC’ing was my way of conveying my visual perception of the world. However, I felt it was lacking a unique identity, which I felt was absolutely key as an aspiring artist. I wanted to create something that was personal and that nobody else would ever call themselves and as a result of loving the whole concept of the Jedi and the power of the mind I added an “Obi” on the end to create Visionobi. Basically, I’m using the force to write and convey my message to the world. I mean, if you get a chance to reinvent yourself, you may as well create your own “superhero” alter ego right? haha

In view of the Padawans out there, who may have not heard about it yet, please explain, who are the Rogue Jediii Soldiers? What is Rogue Jediii and who is behind it?

Rogue Jediii is the collective Moniker of myself Joe Raygun & Taelimb. We started making some lyric heavy Drum & Bass / half time music and decided to start our own boyband haha. It’s something very different because I don’t feel that Drum & Bass emphasises lyricists enough so this was a stab at trying to show that MC’s can have decent rap content and it can work over D&B. We are going to be mixing up genres though and giving a pretty diverse spectrum of sound in order to showcase something completely unique.

 

Last year, your Red-Bull-Music-Swift-16-Submission went through the roofs. All the more, we are keen on hearing some details about your latest project, which goes under the name of “Drop In The Ocean”. Please enlighten us.

Yea, the Redbull-Swift-16 was pretty mad, not gonna lie. I never expected to get that many views and really happy with how it went down. I think it ended up at just over 200,00 across all platforms which is insane. Shouts to everyone who supported that. As I mentioned briefly earlier Drop In The Ocean is basically a project I started in order to showcase a lot of my lyrics that won’t end up as tracks. They are just 64-bar-pieces that I’ve got lying around and I felt like they were being wasted so this was a good way to get them out in to the world and see what people thought. The first one did really well, but it’s tailed off recently and again I’m not sure why. The internet can be super long these days if you’re not willing to pay for advertising etc.. I’ll keep doing them nonetheless as I’ve enjoyed doing them and it’s kept me entertained through this quarantine/isolation/slightly more boring period of life, haha.

What are your thoughts on the current development of the Drum & Bass sound? Are there any musical elements used in tracks you are crazy about? Or any samples you would not mind being revived?

In all honesty, I don’t pay too much attention. I’m fully in it, always have been and always will be. I try not to get caught up in the fads and the sub genres, I like what I like and as long as it’s good and I can feel some emotion from it, then it ticks the box for me. Samples are great but I’ll leave the sample knowledge to the producers.

In 2019, you performed – among other countries – on Croatia´s coast during Hospitality On The Beach as well as on one of Sardinia´s most beautiful beaches “La Cinta” during Sun And Bass. Also, the German audience received a special treatment of your lyrical flow last year. What is your experience with Germany´s Drum & Bass scene? Do you have the impression that German Drum & Bass headz party to a different sound than played on British dance floors? And more importantly, how do you like our German beer?

I love Germany! Literally everything about it, but the people are my favourite thing about it. I’ve been lucky enough to play all over Germany over the years but most recently played a few times in Munich for my Sustain! family. Mad love to Alex and Flo, had some great times with those guys and consider them friends of mine which is the beauty of this international music we all love. Also, I recently became a resident for a night called Spectral in Saarbrücken and was supposed to play there 4 times this year but only managed one before this madness kicked off and now i’m not sure when I will be back. Can’t wait though as it was a crazy party in an awesome venue! Shouts to the Tiefklang crew as well, I’ve always wanted to play one of their parties as well, seems Saarbrucken has it going on! Love it there! But yea, I’m feeling the love from Germany and for that I’m very thankful. 

I don’t notice much of a difference between the sound in Germany and the UK, not as much as if you travel further east in Europe where things tend to get a bit harder.

I love German beer. I literally hate lager and never drink it in the UK, I always say to Alex that when I come to see him/play for him, that’s the only time I drink lager, literally, haha.

Last but not least. In the light of current events, I am interested in finding out on how you keep your distance at the studio in times of Corona? What do you currently miss most?

I have a studio setup at home so that’s not too much of a problem. I just record the stems myself and send them back.

What I miss most are the raves and the connectivity. I love to perform, it’s literally my favourite thing in the world and I’m missing it a hell of a lot at the moment. I can’t wait to get back to travelling and experiencing all the different cultures. Performing on stage to the music I love, often with people I now call my mates, gives me a sense of fulfillment unrivalled by anything else I do. It’s something I feel very lucky to be able to do and it’s really frustrating having that taken away. I’m just trying to write as much as possible so I can finally get some more music out and then this situation will be remembered positively…sort of…haha.

Thank you so much for this interview, Visionobi! We wish you all the best and hope to see you soon at a rave, which will hopefully not be too long. If you have any “famous last words”, you are more than welcome to voice them here.

Thanks so much for taking the time to interview me! If anyone reading this sees me in a German rave, come say hi, I’m sociable and never get bored of meeting fellow Drum & Bass ravers/fans. Hope you’re all doing alright through this shit situation and I fingers crossed i’ll be back over soon. 


Despite the exceptional circumstances resulting from Covid-19, Rich aka Visonobi keeps following his own path as well as plans and hence does not drift over to the Dark Side. In order to convey his visual message, emotions and personal experience to the world, he continues to follow his own release plans, still collaborates with renown artists of the Drum & Bass-spectrum and even conjured his own project „Drop In The Ocean“ out of thin air (check his Facebook-Videos for more).

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