Reviews Januar 2020

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Freshney – Bloom EP (SRVLNCEP002)
Fragz’ und Blasts ‘Surveillance Music’ besteht seit einem knappen halben Jahr und was man mit Sicherheit sagen kann ist, dass keines der bisherigen Releases enttäuscht hat. So ist es auch mit Freshneys abwechslungsreicher ‘Bloom EP’. Der Newcomer hat vier Tracks im Angebot und es lässt sich definitiv ne klare Linie erkennen. Zu finden sind abgefahrene Medodien, knackige Drums und n starker Mixdown! Chapeau! Mir gefällt besonders der Titeltrack aus Gründen! Die da wären: warmer schiebender Bass und ultra-verträumte Pads! (Umut)
10/10

 

cømpiler – Deep Learning / Preprocessor(CFNKS003)
cømpiler aka Peter Lindner landet auf ‘Cyberfunk’ und hat zwei heftige Dinger eingepackt und mitgebracht. Hat man zuletzt auf Overviews ‘Zone 1’-LP einen kleinen Eindruck bekommen was es mit dem Österreicher auf sich hat sollte man spätestens jetzt wissen was geliefert wird. Nämlich hart abflexende techy tunes for days. Egal ob du auf verschachteltes Geflatter (Preprocessor) oder saubere knallende Kicks stehst (Deep Learning), cømpiler bringt dich Nachhause. (Umut)
8/10

 

Art1fact – Information / Overload (BT124DD)
Auch der in Berlin ansässige Art1fact dachte sich wohl, dass techy tunes ne super Idee wären und hat nochmal ne Neuro-Schippe obenauf gelegt. ‘Information’ und ‘Overload’ auf Bad Taste schieben böse, machen Stress und gehen gut vorwärts! Die Fills gefallen unfassbar gut und die werten die düstere Atmosphäre der Tunes exorbitant auf! Mir persönlich ist Track Nr Eins ne Spur zu noisy aber der Dude mach das Ganze mit dem Roller-Faktor von Track Nr Zwei absolut wett! (Umut)
8/10

 
 
OaT – Expectations (ABREC40)
Was soll man sagen… ist OaT tatsächlich unfehlbar, macht der keine schlechten Tunes verdammt? Zumindest weiß der Tüp wie man mit Erwartungen spielt! Nach endlos cremigen Bässen und zurückhaltenden Drums schmeißt er hier nur so mit Fatness um sich! ‘Conviction’ wummert drohnenhaft vor sich hin während ‘Expectations’ mit der vollen Sägezahnbreitseite losrödelt. Lediglich ‘144k’ ist eher typisch OaT, sachliche Drums und wie schon erwähnt: cremige Bässe! (Umut)
9/10

 

Victim – Uncharted EP (CITRUS19007)
Als Nächstes haben wir Victims ‘Uncharted EP’ auf Citrus Recordings. Der Neuseeländer und Instinkt-Boyband-Mitglied weiß wie man kompromisslos rollenden Neurofunk macht und beweist zeitgleich, dass ‘vorwärts’ nicht immer gleich klingen muss. ‘Uncharted’ legt gut vor und gibt mit seinem metallischen Sound gnadenlos auf die Zwölf. ‘Prism’ macht die Zwei und nickt im Vorbeigehen entspannt dem Techno zu. ‘Orion’ scheint wohl die Definition von ‘vorwärts zu sein und mit ‘Strange Light’ gibts ne kleine Halftime-Exkursion erstklassig in Szene gesetzt. (Umut)

8/10




Bop x Subwave – Love & Other Drugs EP (NHS368DD)
Einfach abgefahren! So oder so ähnlich könnte man die Debüt-EP von Bop & Subwave in einem Satz beschreiben. Mir fallen dazu trotzdem ein paar weitere Attribute ein. Sei es die vertrippte Verspultheit von ‘Teardrops’, das Lebendige  in ‘Space Warp’, die 80ies-Vibes von ‘Don’t Wake Me Up’ oder der minimalistische Garage-Kracher ‘The Touch’, die Beiden haben tonnenweise Vibes sowie ordentlich Produktionsskill mitgebracht und beide Elemente zu einer genialen EP zusammengeschmiedet. (Umut)

10/10


Third Colony & Burr Oak – Life:Protocol (TCM005)
Zu guter Letzt gibt es etwas weniger DnB-mäßiges sondern eher in die Richtung Bass Music. Third Colony Music ist den Gehirnen von Jon Deerhill und The Clamps entsprungen und widmet sich vorwiegend Downtempo-orientierten Tunes und aller Art von Electronica. ‘Life:Protocol’ steht der Thematik natürlich in nichts nach und liefert phänomenale Kreationen. ‘Kondor’ von Burr Oak kommt mit klarer Hip Hop-Attitüde von Lead bis Drums und spätestens beim Einsetzen der Vox und Chords bin ich hin und weg. ‘Becoming Something’ steht dem ganzen in Nichts nach und rollt gemächlich an uns vorbei um uns schlussendlich in den sphärischen Nexus zu entlassen der da heißt: ‘Sentient’. (Umut)
9/10




Fonzo & Riko Dan – Bushmaster (DURK028)
„Bushmaster“ von Niko Dan und Fonzo ist ja für Riko Dan Verhältnisse recht locker. Da gibts ganz andere Granaten von dem. Aber mir gehts hier auch eher um den Sam Binga Remix. Und der übersetzt den Tune korrekt in 160er Gefilde und das ist auch gut so. Irgendwie erfrischend. Nicht der Hit des Jahres, aber durchaus cool. Kann man machen. (Kaiza)

6.9/10





Filthy Habits & Jeopardize – Freak EP
(LDDR132)
Filthy Habits und Jeopardize hab ich schon eine gute Weile auf meinem Zettel. Ich feier den Quatsch den die machen ungemein. „Gangstar“ macht einen auf contemporary and political correct Foghorn, bei „Strange“ ist der Name Programm, „Freak“ missbraucht Musikgeschichte aufs Übelste und „Necklace Of Death“ macht direkt Kopfschmerzen ahahahaha. Was geht mit euch? Ihr seid doch durch! Bleibt noch die Frage warum Low Down Deep eines der großen Jump Up Labels ist. Aus Gründen. Und weil sie mit „Freak“ einen Hit im Gepäck haben. Well done all. Und jetzt ab ins Bett mit euch! (Kaiza)

8/10




Prestige-Magnificent EP (SLR064)
Sub-Liminal Recordings haut einen Viertracker von Prestige raus und was soll ich sagen. Es sind momentan (schon immer?) eher die kleineren Labels die Risiko gehen. „A Ghost“ kommt minimal reingewobbelt und kennt in seiner Minimalität überhaupt gar keine Gnade, die „Its Dark“ Bassline raspelt dir so ein klein bissen die Hirnrinde weg („Oh das blutet ja!“), „Magnificient“ vematscht das Ebengenannte alles mit einer kleinen Liebeserklärung an den alten 808 Jungle und „How You Escape“ kann nix (tut aber nicht weh, die anderen ziehen den mit lol). Ma reinhörn! (Kaiza)

7/10





BCee & Blu Mart Ten-Grow (SPEAR105S)
Der Sampler zur in Kürze erscheinenden „Grow EP“ von Bcee auf Spearhead ist ein Knaller. Der Song ist so unfassbar gut gemacht. Kann man locker davon ausgehen, dass der Song auch in drölf Jahren noch gefällt. Und wäre die Mainstream-Medienlandschaft (bspw. Radio) nicht so beschränkt, dann würde genau sowas dort laufen. Unglaubliche Musik. (Kaiza)  

9/10





Dez – Liondub Street Series Vol 38 (LDSSVOL038)
Die Liondub Street Series ist auch immer für eine positive Überraschung gut. Nummer 38 von einem gewissen Dez beinhaltet fünf Scheiben DNB-Toast mit saftig Schinken, mächtig viel Käse, einer Überdosis Eier und einem kleinen Salatblatt für die Optik; dazu eine echt scharfe Sauce für die Harten und außerdem extra viel Butter, weils dann cremiger ist! 
Die zwei Highlights reißen im Prinzip alles raus. „So Excited“ ist eine heftig grandiose Kombi von Clap Step und dahingerotztem Bass und trägt den Vibe bis zu deiner Oma ins Altersheim, dann gibts dort Kaffee und Kuchen mit ordentlich Meth drin und dann gehts in Clüb. Das Ganze wird abgerundet von einem catchy Vocal und macht dann auch die Ollen klar, da im Clüb. Nach Hause gehts dann erst nächste Woche. Dann isser nämlich zu, der Clüb. „Burundanga“ kommt nach einem Klapsmühlen-Intro ohne Build Up oder Transition direkt zum Punkt. Der Drop ist so dermaßen psycho, dass man erwägen sollte den Tune als Hymne der Selbsthilfegruppe Ficken For Future e.V. zu verwenden. Fantastisch daneben. Glaubt man gar nicht. Die anderen Tunes sind ok. „All I Want“ ist solide, nicht zu besonders, aber grooved funky dahin. „Not Sure“ sportet den “Crusty Traditional Drums”-Style (kennst?) auf eine sympathische Art und Weise. Schon ziemlich verschroben, aber macht mir Spaß. Nur „Here She Comes“ hätte so nicht sein müssen. Da ist was im Mixdown schiefgelaufen lol. Fahrt euch die Dinger ma rein. Its fun! (Kaiza) 

7.5/10

 

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