Motiv Interview

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Motiv gehört derzeit zu den spannendsten jungen Produzenten, die Drum & Bass zu bieten hat. Wer hinter dem Pseudonym steckt, wo er herkommt und was ihn antreibt, erfahrt ihr im Interview. Motiv gehört derzeit zu den spannendsten jungen Produzenten, die Drum & Bass zu bieten hat. Wer hinter dem Pseudonym steckt, wo er herkommt und was ihn antreibt, erfahrt ihr im Interview.

Hey Jonny, danke, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Vielleicht fangen wir einfach damit an, dass du dich selbst vorstellst. Also wie du heißt, woher du kommst und auf welchen Labels du gerade veröffentlichst.

Hi, ich bin Jonny aka Motiv und ich lebe in Manchester. Aktuell release ich auf Co-Lab, Nuusic, Delta 9 und demnächst auf Dread Recordings.


 

 

Du bist Mitte Zwanzig, was bedeutet, dass du geboren wurdest, als Drum & Bass schon eine ziemlich große Angelegenheit war. Bist du mit Drum & Bass aufgewachsen? Oder wie sah deine musikalische Sozialisation aus?

Ich bin mit jeder Menge unterschiedlicher Musik aufgewachsen, war aber ein ziemlicher Hiphop-Fan. Dadurch habe ich auch Dinge wie Sequencing, Sampling und Produzieren gelernt. Dann habe ich Dubstep, Jungle und Breakbeat entdeckt. Der erste Drum & Bass-Track, den ich hörte, war LTJ Buken – Atlantis und hat mich sofort angefixt. In meiner Schulzeit war ich wie besessen davon, Musik zu machen und meine eigenen Sachen zu produzieren. Die Schularbeit hat darunter natürlich gelitten. Ursprünglich komme ich aus Carlisle in Nordengland. Dort gibt es aber keine wirkliche Szene, weshalb ich nach Manchester gezogen bin.


Wann hast du denn angefangen Musik zu produzieren – und wann ging das mit deinen Drum & Bass-Produktionen los?

Mit dem Produzieren habe ich um 2010 angefangen. Ich war noch ziemlich jung, deshalb hat es auch recht lange gedauert, alles zu lernen und meinen eigenen Sound zu entwickeln. Ich habe unter verschiedenen Namen verschiedene Genres produziert, bin dann 2016 – 2017 bei Motiv und Drum & Bass geblieben.


Das erste Release, das ich vorn dir gehört habe, war deine Debut EP auf Sub-Liminal vor ein paar Jahren. Gibt es eine bestimmte Veröffentlichung, die für dich eine Art Door-Opener war, durch die die Leute plötzlich wussten, wer Motiv ist?

Oh ja, an die EP erinnere ich mich noch. Ich spiele auch tatsächlich noch einen Track draus in meinen Sets. Ich glaube, die Dead Reckoning EP auf Sub-Woofah brachte eine Menge ins Rollen, nachdem ich nach Manchester gezogen war. Der Track “Suicide Thing” war der erste, der wirklich Aufmerksamkeit bekam, bei Noisia Radio und auch von anderen DJs gespielt wurde.



Die Sub-Liminal-EP von der ich gerade sprach, hatte ja schon das, was ich den Motiv-Sound nennen würde. Wie beschreibst du selbst deinen Sound?

Die Dancefloor-lastigen Sachen die ich mache, sind recht Sub-orientiert. Zudem verwende ich häufig Distortion-Effekte für meine Sounds. Ich habe ein paar Mal die gleichen Sounds in verschiedenen Tunes „recycled“, aber trotzdem versuche ich, jedem Track einen anderen Vibe zu verpassen. Davon abgesehen produziere ich ganz unterschiedliche Genres und Styles – meine Liquid-Sachen zum Beispiel. An sich versuche ich gar nicht, einen bestimmten Sound zu kreieren. In meinen Tracks geht es mehr darum, verschiedene Einflüsse abzubilden und Gefühle auszudrücken.

Arbeitest du mit externen Geräten oder passiert bei dir alles „inside the box“?

Ich arbeite überwiegend mit Ableton. Manchmal benutze ich auch das Outboard-Gear von den Salford Studios und Incorporated Instruments.


Vor ein paar Tagen hatten wir darüber gesprochen, ob man den Fokus aufs Auflegen oder das Produzieren legt oder beides gleich gewichtet. Wie sieht das bei dir aus? Siehst du dich mehr als Produzent oder planst du auch, mehr aufzulegen in der Zukunft?

Ich bekomme hier und da ein Booking, also keine wirklich stressige Angelegenheit. Natürlich würde ich gerne häufiger, auch mal außerhalb Englands spielen. Musik mache ich aber jeden Tag – sei es das Produzieren oder einfach ein Instrument spielen – ich könnte mir das auch nicht anders vorstellen. Musik machen ist eine natürliche und alltägliche Sache für mich, ohne die der Tag nicht funktionieren würde.



Gibt es ein Label von dem du sagst, dass du dort unbedingt veröffentlichen möchtest, ein Traum-Label sozusagen?

Yeah – Metalheadz! Ich würde gerne was Liquid-orientiertes für die machen. Metalheadz war schon immer das Top-Label für mich und entsprechend wäre das eines meiner größten Ziele.

Und wie sieht es mit Kooperationen aus? Gibt es einen Produzenten oder Vocalist, mit dem du gerne zusammenarbeiten würdest?

Ich bin recht offen, was das Musik machen mit anderen angeht. Eine Traum-Kooperation gibt es deshalb eigentlich nicht. Wobei ich DRS oder Jenna G schon ganz gerne mal auf einem Track hätte.

Welche Releases stehen als nächstes an bei dir?

Es kommen in der nächsten Zeit einige Sachen auf dem Co-Lab Schwester-Label Liquid Lab: eine Solo EP und Kooperationen. Zudem wird mein erstes Album, auf dem ich mit der Vocalistin Charla Green zusammenarbeite, hoffentlich Ende des Jahres fertig. Dann kommt noch eine 6-Track EP auf Dread Recordings, auf die ich mich sehr freue. Ein paar Sachen sind geplant, über die ich aber nicht nichts sagen kann.

Vielen Dank für das informative Interview!

Social Links:
https://www.facebook.com/motivdnb
https://www.instagram.com/motivdnbuk/
https://twitter.com/Motivuk7
https://soundcloud.com/motiv-7

English Version

 

Hey Jonny, thanks for taking the time for this interview. Maybe we start with you introducing yourself. What is your name, where do you come from and on which labels do you currently release music?

Hi I’m Jonny AKA Motiv based in Manchester. Im currently releasing music with Co-lab, Nuusic, Delta9 and soon Dread Recordings.


You’re in your mid twenties, which means you were born when drumandbass was a big thing already. Did you grow up listening to dnb? Or what was your musical socialisation?

I grew up listening to all sorts of stuff but I was heavily into hip hop. This is where I learnt about sequencing, sampling and producing. Off the back of this I discovered dubstep, jungle and breakbeat. The first dnb track I ever heard was ‘LTJ Bukem – Atlantis’ and after that I was fascinated. During school I was pretty much obsessed with music and trying to produce my own stuff rather than the work. Im originally from a city in the north of UK called ‘Carlisle’ and there is not much of a community for what I wanted to do so I decided to move to Manchester where there is a vibrant music scene.

Which year did you start producing and when did you start doing drumandbass?

Started producing about 2010, I was really young so it has taken me a long long time to learn and develop my sound. Iv gone through multiple alias doing multiple genres but finally settled on motiv doing dnb about 2016-17

I think the first release of yours that I heard was the first EP on Sub-Liminal some years ago. Is there a certain release that was like a door opener for you? When people started knowing who Motiv is?

Oh yeah I remember that, I still play a track from that EP in my sets. I think that my Dead Reckoning EP that came out on Sub-Woofah pretty much kicked things off after moving to Manchester. The track ‘Suicide Thing’ was the first track that got a lot of exposure by getting played on Noisia Radio and getting played out by other DJ’s at shows.

The Sub-Liminal EP I was talking of about already had what I’d call the „Motiv-sound“. How would you describe your sound?

I think for the more dancefloor stuff I make is sub orientated and I use a lot of distortion units for sounds. I have recycled some of the same sounds in a lot of my music, but I try to keep every track a different vibe. Apart from this, I make a lot of different genres and styles for example my liquid stuff. I enjoy producing liquid the most and I want to concreate on this as I feel this is where I shine. I try not to keep a certain sound with these tracks, allowing me to explore different influences and portray emotions and feeling.

Do you work with analog gear or it it all inside the box?

I work mainly in Ableton, occasionally I use outboard gear from Salford studios and incorporated instruments.

Some days ago we were talking about setting a focus on either production or DJing. How do you handle it? Are you mainly a producer or are you planning to DJ more in the future?

Its pretty easy for me. I get the odd booking here and there so it’s not too much trouble. I would love to get more bookings and get the chance to play my music around the UK and even internationally. I do music every day though whether its producing or playing an instrument, I can’t go through a day without being musical so that part comes naturally.

Is there a label you absolutely want to release on in the future?

Yeah Metalheadz. Id love to make some liquid orientated tracks for them. They’ve always been the top label so it is one of my biggest aims.

And is there like a colab you’re dreaming of doing with a certain producer or vocalist?

I am very open to making music with people so I don’t really have a dream colab sort of speak. However, I would love to get DRS or Jenna G on a track.

What releases are coming up next?

I have a lot of music coming out on Co-Labs sister label ‘Liquid Lab’, including a solo EPs, collabs and my first album will hopefully be finished with vocalist Charla Green at the end of the year. Other than this I have a 6 track EP coming out on Dread Recordings which im buzzing about. There is a lot more but im going to keep quite about it for now.

Thanks for the interesting interview!

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